Optimismus wirkt ansteckend!

14.04.2021

Nebst all den misslichen Berichten rund um Corona sowie den leider anhaltenden Negativbotschaften mit Bezug zu Fleisch sind erfreulicherweise vermehrt auch Positivmeldungen aus unserer Branche zu verzeichnen – man muss jeweils nur genauer hinschauen!

Beispielhaft erwähnt seien hier die aktuellen Medienberichte über diverse Metzgereien unter Hervorhebung der jeweiligen Persönlichkeiten und deren Fachkompetenz oder auch der kürzliche Auftritt der gelernten Metzgerin Tanya Giovanoli in der TV-Sendung «Persönlich». Solche Beispiele – und deren gibt es viele – benötigen wir immer mehr in der breiten Öffentlichkeit: auf regionaler und lokaler Ebene bis hin zu den individuellen Kundenkontakten vor Ort. Denn mit vorausschauendem Agieren fährt man bekanntlich besser als mit Reagieren, obwohl wir zu Letzterem leider auch seitens unseres Ver­bandes immer wieder im Sinne und zum Nutzen der Sache gezwungen sind. Dass der Blick aufs halb volle und weiterhin optimistisch gewollt füllbare Glas besser ist als derjenige aufs sich leerende Glas, scheint wohl allseits unbestritten. So zeigt gerade die aktuelle Pandemielage, dass wir uns als in vielen Bereichen krisenresistente Branche vermehrt durch unser eigenes Zutun aktiv auf unsere Stärken und Chancen besinnen und uns nicht unentwegt durch Unsicherheiten und falsche Risiken fremdsteuern lassen sollten. Ein gutes Beispiel hierfür stellt die aktuell breit geführte Diskussion um Fleischalternativen, seien diese Laborfleisch oder pflanzliche Ersatzprodukte, dar. Solange daraus keine Bevormundung der Konsumentinnen und Konsumenten resultiert bzw. die fleischspezifischen Begriffe nicht missbräuchlich verwendet werden,
so lange bergen diese im Sinne der individuellen Wahlfreiheit vor allem auch Chancen – so z. B. mit einer entsprechenden Ergänzung des eigenen Sortiments, der Abhebung des Originals von Nachah­mungen, der Vermittlung von Genuss, Tradition, Ursprünglichkeit und Regionalität oder auch gesundheitlichen Aspekten (Stichworte: Hilfsstoffe, Nährstoffprofil). Hierbei gilt es, nebst den Interessen des eigenen Betriebes auch diejenigen des gesamten Fleischsektors tagtäglich im Auge zu behalten. Bekanntlich funktioniert dies dann am besten, wenn wir alle unter Vermeidung von internen Reibungsverlusten unsere Kräfte maximal bündeln und den Blick gemeinsam nach vorne richten!

Ivo Bischofberger, Präsident
Ruedi Hadorn, Direktor