Energieversorgung – von immenser Bedeutung!

14.09.2022

Täglich berichten Medien über eine drohende Strommangellage.

Die fehlende Gasversorgung aus Russland, die zeitweiligen Ausfälle von knapp der Hälfte der französischen AKW, verbunden mit generell zu geringen Produktionskapazitäten haben die Lage zusehends verschärft. Aktuell sind wir gemeinsam gefordert, alles zu unternehmen, um eine mögliche Energieknappheit zu vermeiden!

Im Ernstfall sind laut Ostral abgestufte Szenarien vorgesehen: Zuerst erfolgen Stromspar-Appelle an die Bevölkerung. Reicht dies nicht aus, werden nicht absolut notwendige, energieintensive Geräte und Einrichtungen wie Leuchtwerbung und Saunen verboten. In einem weiteren Schritt wird der Bundesrat Grossverbraucher kontingentieren. Der Stromverbrauch muss dann um einen bestimmten Prozentsatz reduziert werden, sonst droht eine Busse. Als Ultima Ratio würde die Stromversorgung jeweils für mehrere Stunden in Rotation unterbrochen, wobei alle Bereiche des Verteilnetzes gleichermassen betroffen wären. «Systemrelevante» Betriebe, wie sie während der Corona-Pandemie festgelegt wurden, sind zurzeit nicht definiert.

Für viele Betriebe bedeuten diese möglichen Massnahmen sogar Existenzängste. Darum brauchen wir Planungssicherheit! Viele Unternehmen aus der Fleischbranche wären vor allem von der Kontingentierung sowie von den zyklischen Abschaltungen aufgrund von möglichen Unterbrüchen der Kühlketten und Prozessabläufe in Schlachtbetrieben als auch von den massiven Preissteigerungen betroffen.

Breite Aktivitäten
Unmissverständlich und mit Nachdruck bringen sich die SFF-Vertreter seit Monaten bereits in die Diskussionen sowohl auf Stufe der Wirtschaftsdachverbände wie auch auf höchster politischer Ebene ein. Gemeinsam, koordiniert und in enger Zusammenarbeit mit dem sgv sowie weiteren Organisationen weisen wir gezielt auf die Auswirkungen der Massnahmen für die Versorgung der Gesellschaft hin und verdeutlichen andererseits die drohenden Zusatzbelastungen für unsere Fleischbranche! Denn auch wenn die einzelnen Betriebe aufgrund der technischen Situation bei den Stromnetzen nicht so einfach zu priorisieren sind, muss deutlich werden, dass die Fleischversorgung zur Grundversorgung unserer Gesellschaft gehört – eine Tatsache, die eine Einstufung des Fleischsektors als zu priorisierender, ja gar zu schützender Teil unserer Volkswirtschaft klar rechtfertigt!

Ivo Bischofberger, Präsident
Ruedi Hadorn,  Direktor